
Foto: Utiperisi
„Neues Land, neue Chance“ – so heißt ein Artikel in der aktuellen österreichischen Zeitschrift „Wienerin„. In dem Artikel geht es um 3 Frauen, die nicht in Österreich geboren wurden, und es dennoch geschafft haben, Karriere in diesem Land zu machen.
Anna Georgiades, 41 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Südafrika. Mit 13 Jahren nach Wien umgezogen, der erste Eindruck von der Stadt: „Schrecklich. Es war nur grau“. Von Mitschüler ignoriert. Trotz Startschwierigkeiten gab es eine atemberaubende Karriere: Studium der Film- und Kostümausstattung, dann folgten die ersten Arbeiten in Deutschlands und der Schweiz in der Theaterwelt, im Jahr 2004 – der große Durchbruch bei der Firma Palmers wo sie bis heute als Pressesprecherin erfolgreich tätig ist.
- Was haben Sie aus Ihrem Geburtsland mitgebracht?
- Ich habe gelernt, ohne Vorurteile zu sein und immer offen auf Menschen zuzugehen.
Alexandra Izdebska, 33 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Polen. Mit 16 Jahren ist sie mit ihrer Familie nach Wien umgezogen wo sie zuerst eine polnische Schule besucht, und danach ihr Wirtschaft- und Dolmetschstudium abgeschlossen hat. Mit ihrem Ehemann Damian Izdebski, den sie in Wien kennengelernt hat, gründete sie mit gerade 23 Jahren eine Firma, welche heute als führender Computerfachmarkt in Österreich gilt – die Firma DiTech. Am Anfang gab es in der Firma 2 Mitarbeiter – heute sind es 200.
- Was haben Sie aus Ihrem Geburtsland mitgebracht?
- Selbständigkeit und Arbeitswillen. Polinnen wollen auf eigenen Beinen stehen und sich im Berufsleben beweisen.
Manuelle Frank-Favre, 45 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Frankreich. Mit 21 Jahren nach Tirol umgezogen, wo sie ziemlich schnell einen Praktikumsplatz als Marketing-Assistentin bei Schwarzkopf erhalten hat. Nur Tirolerisch zu verstehen war für sie am Anfang nicht so leicht. Danach hat sie als Produktionsmanagerin bei Johnson & Johnson gearbeitet , später – bei L`Oreal. Heute ist sie die Geschäftsführerin der Firma Coty Prestige und zählt Wien zu ihrer neuen Heimatstadt.
Ich finde diesen Bericht in der „Wienerin“ erfrischend und vor allem ermutigend, gerade für all diejenigen Frauen die vielleicht im Moment mit Startschwierigkeiten in ihrer neuen Heimat zu kämpfen haben. Denn wie man sieht, keine von den drei Damen hat es am Anfang leicht gehabt, und dennoch haben sie die Karriere ihrem Durchaltevermögen zu verdanken.
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