Archiv der Kategorie 'Leben'

04
Jul

Nachricht von einer Entführung

Lateinameria.de

Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich zufällig im Fernsehen einen Bericht über Ingrid Betancourt gesehen. Ihre Lebensgeschichte erinnerte mich an das Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Gabriel Garcia Marquez, dass seit Jahren in einer Ecke meines Bücherregals steht, in der ich Bücher aufbewahre, die ich irgendwann demnächst lesen will. So habe ich mich entschlossen, dass Buch zu lesen.

Nun wurde Ingrid Betancourt, eine kolumbianische Politikerin, die im Jahr 2002 von Guerilleros der FARC verschleppt wurde, befreit.

Ähnlich wie Betancourts Geschichte, geht es in dem Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Marquez um ein wahres Geiseldrama in Kolumbien, dessen Verlauf er aufgrund von Aussagen der Überlebenden oder deren Verwandte und Freunde rekonstruiert.

Zwar erzählt Marquez die Geschichte wie eine Reportage, dennoch gelingt es ihm durch seinen guten Schreibstil starke Bilder zu schaffen, welche die Leser berühren, gleichzeitig jedoch beschäftigt er sich auch mit der politischen und rechtlichen Lage und Entwicklung von Kolumbien.

Allerdings gibt es bei diesem Buch keine Spur von seiner „magisch-realistischen Erzählweise, stattdessen konzentriert er sich um die Details der Entführung.

Ich würde euch dieses Buch, das so spannend wie ein Roman geschrieben wurde, wärmstens empfehlen.

01
Jul

Ebay: alife4sale - Auktion ist beendet

Dies ist ein Nachtrag zu meinem früheren Artikel.

Kurz zur Geschichte: Ein 44-jähriger Australier hat sein Leben satt. Er braucht einen Neustart und das geht in seinem Haus nicht - dort erinnert ihn alles an seine Ex-Frau. Deswegen stellt er sein Leben und alles was dazu gehört, zum Verkauf ins Internet: Arbeit, Haus und Freundschaften.

Am Sonntag, dem 29. Juni, ist die Auktion bei Ebay abgelaufen. Der Australier hat absichtlich den Sonntag als letzten Auktionstag gewählt, weil er ab Montag sein neues Leben beginnen wollte.

Zum Kaufpreis - es sind knapp 400.000 australische Dollar geworden (200.000 US-Dollar, oder um die 150.000 Euro). Seine Erwartungen waren ein bisschen höher: “Ich hoffe, dass mindestens 500.000 australische Dollar zusammen kommen. Wenn es so viel wird, dass ich nie wieder arbeiten muss, wäre das natürlich grandios.”

Trotzdem bereut er seine Tat nicht. Er hofft, dass es ihm gelingt, alles schnell abzuwickeln und dann endlich zu verreisen - sein erstes Ziel ist der Eiffelturm in Paris.

150.000 Euro - ich glaube beinahe jeder Durchschnittsmensch besitz mit 44 Jahren so ein Vermögen (in “reichen” Ländern). Einerseits ist es sehr viel Geld, andererseits aber sehr wenig, wenn man ausschließlich diesen Betrag ohne andere Besitztümer besitzt. Wenn alles wie geplant läuft, wird er für ein paar Monate verreisen, seine seelische Ruhe wieder finden und dann geldlos (zur Ex-Frau? :-) ) zurückkehren. Oder habt ihr eine andere Voraussage für ihn?

30
Jun

Cyberpsychologie studieren

cyborpsychology Foto: Psico

Kann man die Psychologie der virtuellen Welt studieren? So ein Studienzweig wurde noch an keiner Universität angeboten, obwohl - denke ich - die Zeit schon längst dafür reif wäre.

Vorige Woche berichtete Telepolis über eine neue Studienrichtung “Cyberpsychologie” (ab September 2008 ) an der Universität von Bolton in Großbritannien und die Möglichkeit, einen “Master Degree” zu absolvieren. Dieser wird von der Nottingham Trent University verliehen. Inhalte des neuen Master-Faches:

  • Online-Beziehungen
  • Netzsicherheit
  • Sexualität
  • pathologische und kriminelle Verwendung des Internets
  • Online-Gaming
  • Internetsucht
  • Gesundheitsaspekte
  • „die Psychologie der virtuellen Realität und der künstlichen Identität”
  • Identität und Selbst-Repräsentation, etc.

Wie man aus einer britischen Zeitung entnehmen kann, wird sich das Studium nicht nur auf das Internet begrenzen, sondern auch auf “psychologische Themen im Zusammenhang mit Mobiltelefonen, virtueller Realität und anderer Technologien”.

Finde ich interessant. Psychologie ist so ein bisschen meine Sparte, und das Internet ist sowieso schon längst mein Freund, daher könnte ich mir vorstellen, Cyberpsychologie zu studieren… wäre da nicht die Nottingham Trend University so weit gelegen!

27
Jun

Flugangst!

Bild: Stern.de

Schweißausbrüche, Herzrasen, kalte Hände, Kurzatmigkeit, Verkrampfungen,…. So kann sich Aviophobie (Flugangst) bemerkbar machen.

Dabei handelt es sich um eine Mischung aus unterschiedlichen Ängsten, wie Klaustrophobie oder Angst vor Kontrollverlust. Unter Aviophobie leiden meist jene, die sich an ihre Gewohnheiten halten und Veränderungen oder Unbekanntes vermeiden.

Wenn man Statistiken glauben schenken darf, leiden doch gut ein Viertel aller Flugpassagiere unter Flugangst. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit eines Flugunfalls sehr gering: Von ca. 31 Millionen Flügen jährlich sind nur sieben Prozent in einen Unfall verwickelt und von insgesamt 2,1 Milliarden Passagieren sind 300 bis 800 von einem Unfall betroffen. Dabei gibt es jährlich allein in Europa 41.000 Unfallopfer im Straßenverkehr.

Angst ist eigentlich eine vollkommen normale und sinnvolle Reaktion bei Gefahren. Unangenehm wird es dann, wenn sie in einer Situation auftritt, bei der kein Grund für die Angst besteht. Laut DFAZ (Deutsches Flugangst-Zentrum) entstehen Flugängste ohne einen erkennbaren Grund.

Viele fürchten sich vor einem Absturz, während manche Angst davor haben, im Falle eines Angstzustandes die Kontrolle zu verlieren.

Nun was kann man aber gegen solche unangenehmen Situationen machen? Ein Zehntel aller, die unter Flugangst leiden, verzichten aufs Fliegen.

Experten empfehlen vor dem Flug, Stress zu vermeiden, ein leichtes Essen, Verzicht auf Alkohol und Kaffee vor und während des Fluges. Auch Medikamente, wie Benzodiazepine (Angst- und krampflösende Medikamente, die muskelentspannend und beruhigend wirken) oder pflanzliche Mittel wie Baldrian oder Notfallstropfen helfen. Diese lösen jedoch nicht das Problem, sondern bekämpfen nur die Symptome.

Aber man kann dagegen auch anders vorgehen. Die AUA (Austrian Airlines) bietet Anti-Flugangstseminare, die mehrmals jährlich stattfinden und von ausgebildeten Psychologen begleitet werden. Und hier sind die Adressen für alle Interessierte:

Austrian Airlines Anti-Flugangstseminar

VISITAIR Center am Flughafen Wien
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag (inkl. Feiertage)
bei freiem Eintritt von 08.30 bis 18.00 Uhr.
Telefonische Auskünfte und Reservierungen
für Gruppen und VISITAIR Tour unter
Tel.: (01) 7007 - 22150
visitaircenter@viennaairport.com

Flugangstseminar mit EFT
Mag. Nimue Fichtenbauer
Flugangst-Coaching & energetische Beratung
Angst- und Traumaarbeit
Hutweidengasse 40/7, 1190 Wien
Tel: +43 (0)6998 123 24 24
E-Mail: nimue@energetic.at

24
Jun

Ebay: alife4sale

Noch 5 Tage!! Noch 5 Tage, und dann läuft eine Ebay-Aktion ab. Eine der skurrilsten Ebay-Auktionen von der ich je gehört habe.  Es wird ein Leben verkauft. Nein, kein Kind, keine Person - ein Leben und alles was dazu gehört: Arbeit, Haus und Freundschaften.

“Ich habe mein Leben satt! Ich will es nicht mehr! Wenn Sie es haben wollen, können Sie es haben”, schrieb der 44-jährige Australier Ian Usher in seinem Blog.  Was treibt diesen Mann zu so einer Tat?

Richtig, da kann nur eine Frau dahinter stecken ;-) Der gebürtige Engländer, der seit 6 Jahren in der nordaustralischen Stadt Perth lebt, traf seine Entscheidung, nachdem er von seiner Frau verlassen wurde. Alles im Haus erinnere ihn nur an die “wundervolle Vergangenheit”, die das Paar geteilt habe.

Der verlassene Ehemann schätzt den Wert seiner Güter (ein Haus mit 3 Zimmern, einen 19 Jahre alten Mazda, ein Motorrad und Jet-Skier) auf insgesamt 500.000 australische Dollar. Derzeitiges Gebot auf Ebay (24 Juni) - 310.000 australische Dollar. Dem Höchstbietenden hat Usher versprochen, weiterlesen ‘Ebay: alife4sale’

23
Jun

Google: Was suchen die Deutschen im Internet

Google Deutschland

Foto: Zeit.de

Ich bin heute über einen sehr spannenden Bericht auf Zeit.de gestolpert. Oder besser gesagt - über eine Karte, die verzeichnet, wo mit Hilfe von Google in Deutschland am häufigsten wonach gesucht wird.

„Arbeit“ wird zum Beispiel am häufigsten in Rostock gesucht. „Reichtum“ und „Fortschritt“ - in Ostdeutschland. Nach „Karriere“ und „Geld“ suchen eher die Deutschen aus dem Westen.

Dresdner und Augsburger sind sich ähnlich. Dort werden oft verwandte Begriffe gesucht: in Dresden nach „Flirt“ und „Spannung“. In Augsburg nach „Seitensprung“ und „Leidenschaft“. In Bielefeld nach „Glück“ und „Lachen“. Und auch „Hoffnung“ und „Angst“ liegen nahe beieinander – in Gießen.

Finde ich echt interessant. Kann diese Karte richtig die Deutschen beschreiben? Gibt’s wirklich in Rostock mehr Arbeitslose als sonst wo? Streben die Ostdeutschen nach Reichtum? Sind die Dresdner und Augsburger leichtsinniger als die anderen Deutschen?  

Wenn ich nach Deutschland übersiedeln müsste, würde ich mich anhand dieser Karte für München entscheiden - Karriere, Profit, Sport, Freude - dass klingt ganz nett und für mich passend ;-)  In Osnabrück zu leben, scheint auch ganz interessant zu sein, aber ja… ich habe eine Freundin ;-)

20
Jun

Weltflüchtlingstag

Bild: Ärzte ohne Grenzen

Seit 2001 wird der 20. Juni jährlich als Weltflüchtlingstag begangen. die UN-Generalversammlung erklärte am 4. Dezember 2000 den 20. Juni, zum Zeichen der Solidarität mit Afrika, zum Weltflüchtlingstag, der bis 2001 als „Afrika-Flüchtlingstag“ bekannt war.

Laut der aktuellen Weltflüchtlingsstatistik des UNO-Flüchtlingshochkommissariats, waren letztes Jahr insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen und Krieg. Die Zahl der Flüchtlinge ist nach Angaben dieser Statistik heuer bereits um 1,5 Millionen gestiegen.

Seit zwei Jahren wird ein Anstieg von Flüchtlingen beobachtet. Experten gehen davon aus, dass politische Unruhen, Naturkatastrophen, andere globale Entwicklungen und Konflikte, zukünftig vermehrt zu Vertreibungen führen werden.

Die meisten Flüchtlinge finden auf dem eigenen Kontinent Zuflucht: 86 Prozent der Flüchtlinge bleiben somit in ihren Herkunftsländern (ein Großteil der Flüchtlinge sind „Internally Displaced People“, also so genannte „Binnenvertriebene“).

Die Spitze der Aufnahmeländer stellt Pakistan dar, mit zwei Millionen Flüchtlingen. Gefolgt von Syrien mit 1,5 Millionen und Iran mit einer Million Flüchtlingen. In Deutschland und Jordanien leben rund eine halbe Million Flüchtlinge. Österreich liegt mit circa 30.000 Flüchtlingen auf Rang 40.

Nachdem es fast unmöglich zu sein scheint, Konflikte friedlich zu lösen bzw. Naturkatastrophen zu verhindern, bleibt nur zu hoffen, dass Menschen, die auf der Flucht sind „Schutz“ finden. „Schutz“ ist auch das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstages.

Bild: Greenpeace

17
Jun

Mittagessen in der Fresshölle

schnitzel

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Ianturnton

Essen - für die einen ist es banale Nahrungsaufnahme, andere verdienen Geld damit und wieder andere schreiben darüber. Ich hingegen bin heute in der Fresshölle gelandet…

“Treffpunkt-Stüberl” oder so ähnlich, heißt der Ort des Grauens bei dem - zumindest laut Schild - heute Berner Würstel auf dem Menü standen. Mein erster Fehler war, es zu betreten. Der zweite Fehler war, nicht gleich wieder die Flucht zu ergreifen als man mir sagte es gäbe keine Berner Würstel mehr.

Die rothaarige Dame hinter der Glasvitrine versteht aber ihr Handwerk und lächelte mich diabolisch an: “Aber ein Schnitzerl kann ich ihnen anbieten…!”. Mein dritter Fehler war, dieses Angebot anzunehmen. ”Mir habe man das Schnitzerl schon in den Augen angesehen als ich hereinkam”, meinte sie.

Mein vierter Fehler war, statt einer Nachspeise eine Suppe zu wählen - Pfeffersuppe. Man nehme: ca. 200ml Wasser, gefriergetrocknete Suppenkräuter, Salz, zwei grüne Pfefferkörner, rotes Paprikapulver, jede Menge Saucenbinder und ein paar Teigwarensterne. Mischen, erwärmen und servieren - voila eine Pfeffersuppe ist fertig!

Mein fünfter Fehler war weiterlesen ‘Mittagessen in der Fresshölle’

16
Jun

EM 2008: Lässt sich das Cordoba-Wunder wiederholen?

 

Worüber könnte man heute wohl sonst schreiben, wenn nicht über das EM Spiel Österreich gegen Deutschland?!

Also, das Wort des Tages in allen österreichischen Zeitungen scheint heute wohl “Cordoba” zu sein. Für diejenigen, die in Wikipedia nicht nach Cordoba suchen wollen: Ziemlich genau 30 Jahre ist es her, am 21.06.1978 traf im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 Deutschland in der Zwischenrunde auf Österreich (fand in Argentinien statt, und Austragungsort dieses Spiels war die Stadt Cordoba). Österreich hat damals 3:2 gewonnen. Zwar sind die Österreicher ebenso wie die Deutschen nach der Zwischenrunde ausgeschieden, aber für uns ist dieser Prestige-Sieg ein heute noch erwähnenswerter Erfolg (leider). Deutschland ist seitdem einmal Welt- und zweimal Europameister geworden, aber ok, lassen wir das…

Und heute Abend treffen im Rahmen der Europameisterschaft Österreich und Deutschland erneut aufeinander. Dieses Spiel findet in Wien statt und Österreich hofft natürlich auf ein neues Wunder. Deutschland würde ein Unentschieden reichen. Ob Wien ein zweites Cordoba wird, wird man sehen

Der deutschen Mannschaft ist weiterlesen ‘EM 2008: Lässt sich das Cordoba-Wunder wiederholen?’

13
Jun

Ranking von EM-Werbung: KHM, Mirabell und HUMANIC sind top! (Fotos)

Die EM hat nicht nur Auswirkungen auf Fernsehprogramme, sondern auch auf Werbeideen und Werbeplakate. Wie immer waren Marketing-Experten fleißig dabei, ausgefallene Ideen zu entwickeln. Ich muss sagen, dass es vielen tatsächlich gelungen ist.

Von der Ideenvielfalt der EM-Werbeplakate bin ich positiv überrascht.

Nun habe ich ein Ranking von Werbeplakaten gemacht, die ich gesehen & fotografiert habe.

 

Mein absoluter Favorit ist die Werbeidee vom Kunsthistorischen Museum Wien: Eine ägyptische Figur im Fußball-T-Shirt. Ich finde es gleichermaßen kreativ und amüsant. Auch die Kunst geht mit der Zeit und zeigt sich von ihrer „lockeren Seite“. weiterlesen ‘Ranking von EM-Werbung: KHM, Mirabell und HUMANIC sind top! (Fotos)’