Archiv der Kategorie 'Gesellschaft'

04
Jul

Nachricht von einer Entführung

Lateinameria.de

Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich zufällig im Fernsehen einen Bericht über Ingrid Betancourt gesehen. Ihre Lebensgeschichte erinnerte mich an das Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Gabriel Garcia Marquez, dass seit Jahren in einer Ecke meines Bücherregals steht, in der ich Bücher aufbewahre, die ich irgendwann demnächst lesen will. So habe ich mich entschlossen, dass Buch zu lesen.

Nun wurde Ingrid Betancourt, eine kolumbianische Politikerin, die im Jahr 2002 von Guerilleros der FARC verschleppt wurde, befreit.

Ähnlich wie Betancourts Geschichte, geht es in dem Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Marquez um ein wahres Geiseldrama in Kolumbien, dessen Verlauf er aufgrund von Aussagen der Überlebenden oder deren Verwandte und Freunde rekonstruiert.

Zwar erzählt Marquez die Geschichte wie eine Reportage, dennoch gelingt es ihm durch seinen guten Schreibstil starke Bilder zu schaffen, welche die Leser berühren, gleichzeitig jedoch beschäftigt er sich auch mit der politischen und rechtlichen Lage und Entwicklung von Kolumbien.

Allerdings gibt es bei diesem Buch keine Spur von seiner „magisch-realistischen Erzählweise, stattdessen konzentriert er sich um die Details der Entführung.

Ich würde euch dieses Buch, das so spannend wie ein Roman geschrieben wurde, wärmstens empfehlen.

02
Jul

Arbeit: Richtig suchen und finden

 arbeit

Foto: Shiris

Ich denke, die meisten von uns haben schon einmal oder mehrmals eine Arbeit gesucht und wissen mehr oder weniger wie das ganze abläuft oder ablaufen sollte. Es gibt auch im Internet sehr viele Informationen darüber - doch manches halte ich für veraltet. Warum?

Ganz einfach - machen wir ein Experiment: ich tippe folgendes in Google ein: “Arbeit richtig suchen”. Das erste Ergebnis ist von justlanded.com, das folgende (Standard-)Tipps enthält:

  • AMS (Arbeitsmarktservice) - Arbeitstellen für Arbeitslose ist die erste Adresse;
  • Weiters wird vorgeschlagen, Jobbörsen im Internet durchzustöbern;
  • Stellenanzeigen in Zeitungen durchzulesen;
  • Vermittlungsagenturen kontaktieren;
  • und allen Bekannten erzählen, dass man eine Arbeit sucht - laut dieser Webseite, sollte dies die effektivste Möglichkeit sein, um einen Job zu finden…

So, das sind genau die Möglichkeiten, die jeder kennt - meine Meinung nach fehlt die wichtigste und effektivste Methode (die mir übrigens Erfolg bei der Arbeitssuche gebracht hat): Man soll weiterlesen ‘Arbeit: Richtig suchen und finden’

27
Jun

Flugangst!

Bild: Stern.de

Schweißausbrüche, Herzrasen, kalte Hände, Kurzatmigkeit, Verkrampfungen,…. So kann sich Aviophobie (Flugangst) bemerkbar machen.

Dabei handelt es sich um eine Mischung aus unterschiedlichen Ängsten, wie Klaustrophobie oder Angst vor Kontrollverlust. Unter Aviophobie leiden meist jene, die sich an ihre Gewohnheiten halten und Veränderungen oder Unbekanntes vermeiden.

Wenn man Statistiken glauben schenken darf, leiden doch gut ein Viertel aller Flugpassagiere unter Flugangst. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit eines Flugunfalls sehr gering: Von ca. 31 Millionen Flügen jährlich sind nur sieben Prozent in einen Unfall verwickelt und von insgesamt 2,1 Milliarden Passagieren sind 300 bis 800 von einem Unfall betroffen. Dabei gibt es jährlich allein in Europa 41.000 Unfallopfer im Straßenverkehr.

Angst ist eigentlich eine vollkommen normale und sinnvolle Reaktion bei Gefahren. Unangenehm wird es dann, wenn sie in einer Situation auftritt, bei der kein Grund für die Angst besteht. Laut DFAZ (Deutsches Flugangst-Zentrum) entstehen Flugängste ohne einen erkennbaren Grund.

Viele fürchten sich vor einem Absturz, während manche Angst davor haben, im Falle eines Angstzustandes die Kontrolle zu verlieren.

Nun was kann man aber gegen solche unangenehmen Situationen machen? Ein Zehntel aller, die unter Flugangst leiden, verzichten aufs Fliegen.

Experten empfehlen vor dem Flug, Stress zu vermeiden, ein leichtes Essen, Verzicht auf Alkohol und Kaffee vor und während des Fluges. Auch Medikamente, wie Benzodiazepine (Angst- und krampflösende Medikamente, die muskelentspannend und beruhigend wirken) oder pflanzliche Mittel wie Baldrian oder Notfallstropfen helfen. Diese lösen jedoch nicht das Problem, sondern bekämpfen nur die Symptome.

Aber man kann dagegen auch anders vorgehen. Die AUA (Austrian Airlines) bietet Anti-Flugangstseminare, die mehrmals jährlich stattfinden und von ausgebildeten Psychologen begleitet werden. Und hier sind die Adressen für alle Interessierte:

Austrian Airlines Anti-Flugangstseminar

VISITAIR Center am Flughafen Wien
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag (inkl. Feiertage)
bei freiem Eintritt von 08.30 bis 18.00 Uhr.
Telefonische Auskünfte und Reservierungen
für Gruppen und VISITAIR Tour unter
Tel.: (01) 7007 - 22150
visitaircenter@viennaairport.com

Flugangstseminar mit EFT
Mag. Nimue Fichtenbauer
Flugangst-Coaching & energetische Beratung
Angst- und Traumaarbeit
Hutweidengasse 40/7, 1190 Wien
Tel: +43 (0)6998 123 24 24
E-Mail: nimue@energetic.at

24
Jun

Ebay: alife4sale

Noch 5 Tage!! Noch 5 Tage, und dann läuft eine Ebay-Aktion ab. Eine der skurrilsten Ebay-Auktionen von der ich je gehört habe.  Es wird ein Leben verkauft. Nein, kein Kind, keine Person - ein Leben und alles was dazu gehört: Arbeit, Haus und Freundschaften.

“Ich habe mein Leben satt! Ich will es nicht mehr! Wenn Sie es haben wollen, können Sie es haben”, schrieb der 44-jährige Australier Ian Usher in seinem Blog.  Was treibt diesen Mann zu so einer Tat?

Richtig, da kann nur eine Frau dahinter stecken ;-) Der gebürtige Engländer, der seit 6 Jahren in der nordaustralischen Stadt Perth lebt, traf seine Entscheidung, nachdem er von seiner Frau verlassen wurde. Alles im Haus erinnere ihn nur an die “wundervolle Vergangenheit”, die das Paar geteilt habe.

Der verlassene Ehemann schätzt den Wert seiner Güter (ein Haus mit 3 Zimmern, einen 19 Jahre alten Mazda, ein Motorrad und Jet-Skier) auf insgesamt 500.000 australische Dollar. Derzeitiges Gebot auf Ebay (24 Juni) - 310.000 australische Dollar. Dem Höchstbietenden hat Usher versprochen, weiterlesen ‘Ebay: alife4sale’

20
Jun

Weltflüchtlingstag

Bild: Ärzte ohne Grenzen

Seit 2001 wird der 20. Juni jährlich als Weltflüchtlingstag begangen. die UN-Generalversammlung erklärte am 4. Dezember 2000 den 20. Juni, zum Zeichen der Solidarität mit Afrika, zum Weltflüchtlingstag, der bis 2001 als „Afrika-Flüchtlingstag“ bekannt war.

Laut der aktuellen Weltflüchtlingsstatistik des UNO-Flüchtlingshochkommissariats, waren letztes Jahr insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen und Krieg. Die Zahl der Flüchtlinge ist nach Angaben dieser Statistik heuer bereits um 1,5 Millionen gestiegen.

Seit zwei Jahren wird ein Anstieg von Flüchtlingen beobachtet. Experten gehen davon aus, dass politische Unruhen, Naturkatastrophen, andere globale Entwicklungen und Konflikte, zukünftig vermehrt zu Vertreibungen führen werden.

Die meisten Flüchtlinge finden auf dem eigenen Kontinent Zuflucht: 86 Prozent der Flüchtlinge bleiben somit in ihren Herkunftsländern (ein Großteil der Flüchtlinge sind „Internally Displaced People“, also so genannte „Binnenvertriebene“).

Die Spitze der Aufnahmeländer stellt Pakistan dar, mit zwei Millionen Flüchtlingen. Gefolgt von Syrien mit 1,5 Millionen und Iran mit einer Million Flüchtlingen. In Deutschland und Jordanien leben rund eine halbe Million Flüchtlinge. Österreich liegt mit circa 30.000 Flüchtlingen auf Rang 40.

Nachdem es fast unmöglich zu sein scheint, Konflikte friedlich zu lösen bzw. Naturkatastrophen zu verhindern, bleibt nur zu hoffen, dass Menschen, die auf der Flucht sind „Schutz“ finden. „Schutz“ ist auch das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstages.

Bild: Greenpeace

17
Jun

Mittagessen in der Fresshölle

schnitzel

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Ianturnton

Essen - für die einen ist es banale Nahrungsaufnahme, andere verdienen Geld damit und wieder andere schreiben darüber. Ich hingegen bin heute in der Fresshölle gelandet…

“Treffpunkt-Stüberl” oder so ähnlich, heißt der Ort des Grauens bei dem - zumindest laut Schild - heute Berner Würstel auf dem Menü standen. Mein erster Fehler war, es zu betreten. Der zweite Fehler war, nicht gleich wieder die Flucht zu ergreifen als man mir sagte es gäbe keine Berner Würstel mehr.

Die rothaarige Dame hinter der Glasvitrine versteht aber ihr Handwerk und lächelte mich diabolisch an: “Aber ein Schnitzerl kann ich ihnen anbieten…!”. Mein dritter Fehler war, dieses Angebot anzunehmen. ”Mir habe man das Schnitzerl schon in den Augen angesehen als ich hereinkam”, meinte sie.

Mein vierter Fehler war, statt einer Nachspeise eine Suppe zu wählen - Pfeffersuppe. Man nehme: ca. 200ml Wasser, gefriergetrocknete Suppenkräuter, Salz, zwei grüne Pfefferkörner, rotes Paprikapulver, jede Menge Saucenbinder und ein paar Teigwarensterne. Mischen, erwärmen und servieren - voila eine Pfeffersuppe ist fertig!

Mein fünfter Fehler war weiterlesen ‘Mittagessen in der Fresshölle’

16
Jun

EM 2008: Lässt sich das Cordoba-Wunder wiederholen?

 

Worüber könnte man heute wohl sonst schreiben, wenn nicht über das EM Spiel Österreich gegen Deutschland?!

Also, das Wort des Tages in allen österreichischen Zeitungen scheint heute wohl “Cordoba” zu sein. Für diejenigen, die in Wikipedia nicht nach Cordoba suchen wollen: Ziemlich genau 30 Jahre ist es her, am 21.06.1978 traf im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 Deutschland in der Zwischenrunde auf Österreich (fand in Argentinien statt, und Austragungsort dieses Spiels war die Stadt Cordoba). Österreich hat damals 3:2 gewonnen. Zwar sind die Österreicher ebenso wie die Deutschen nach der Zwischenrunde ausgeschieden, aber für uns ist dieser Prestige-Sieg ein heute noch erwähnenswerter Erfolg (leider). Deutschland ist seitdem einmal Welt- und zweimal Europameister geworden, aber ok, lassen wir das…

Und heute Abend treffen im Rahmen der Europameisterschaft Österreich und Deutschland erneut aufeinander. Dieses Spiel findet in Wien statt und Österreich hofft natürlich auf ein neues Wunder. Deutschland würde ein Unentschieden reichen. Ob Wien ein zweites Cordoba wird, wird man sehen

Der deutschen Mannschaft ist weiterlesen ‘EM 2008: Lässt sich das Cordoba-Wunder wiederholen?’

13
Jun

Ranking von EM-Werbung: KHM, Mirabell und HUMANIC sind top! (Fotos)

Die EM hat nicht nur Auswirkungen auf Fernsehprogramme, sondern auch auf Werbeideen und Werbeplakate. Wie immer waren Marketing-Experten fleißig dabei, ausgefallene Ideen zu entwickeln. Ich muss sagen, dass es vielen tatsächlich gelungen ist.

Von der Ideenvielfalt der EM-Werbeplakate bin ich positiv überrascht.

Nun habe ich ein Ranking von Werbeplakaten gemacht, die ich gesehen & fotografiert habe.

 

Mein absoluter Favorit ist die Werbeidee vom Kunsthistorischen Museum Wien: Eine ägyptische Figur im Fußball-T-Shirt. Ich finde es gleichermaßen kreativ und amüsant. Auch die Kunst geht mit der Zeit und zeigt sich von ihrer „lockeren Seite“. weiterlesen ‘Ranking von EM-Werbung: KHM, Mirabell und HUMANIC sind top! (Fotos)’

11
Jun

Handy-Verbot in Öffis: Ohne Grund?

telefonieren 

Foto: Edward

Über das Handy-Verbot in den Öffis wird in Österreich seit Monaten diskutiert. Angeblich stört es den Grossteil der Bevölkerung, somit soll telefonieren in den öffentlichen Verkehrsmitteln verboten werden. Lärm stört, laute Gespräche stören, Klingeltöne stören. In Graz geht es angeblich den Öffis-Benutzern bereits besser: Ich habe vor kurzen im Handy-Blog gelesen, dass in Graz ein Handy-Verbot in den Öffis seit April gilt.

Jetzt lese ich aber über die neueste Befragung zu ”Telefonieren im öffentlichen Raum”, wo zwar steht, dass zwei von fünf Österreicher (43 %) sich durch rücksichtslose Handynutzer zumindest manchmal gestört fühlen, ABER fast genauso viele (42 %) gestehen ihren Mitmenschen hingegen absolute Handlungsfreiheit zu.

Am Ende der Studie “Telefonieren im öffentlichen Raum” wird noch kurz auf die Befragungsergebnisse eingegangen, wo sich herausgestellt hat, dass öffentliche Nahverkehrsmittel wie U-Bahn, Straßenbahn und Bus (27 %) sowie Züge (20 %), aus Sicht der Bevölkerung, nur Randthemen darstellen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage weiterlesen ‘Handy-Verbot in Öffis: Ohne Grund?’

06
Jun

Wien ist anders – Besonders im Sommer

Bild: oejhv.or.at

Zwar ist das Wetter in den letzten Tagen eher regnerisch und kühl, dennoch gibt es Hoffung für einen wunderschönen heißen Sommer in Wien.

Noch bin ich im Lernstress, frage mich aber jetzt schon, wie der Sommer in Wien sein wird, wenn viele Studenten die Stadt verlassen werden.

Vermutlich kennt das jeder, der für eine Prüfung lernen muss: man interessiert sich für alles andere, nur nicht für’s Lernen.

Genau so geht es mir gerade. Deshalb habe ich ein wenig recherchiert, um herauszufinden, welche Freizeitaktivitäten in Wien geboten werden.

Klar ist, dass in den nächsten Wochen das EM – Fieber deutlich zu spüren sein wird. In der ganzen Stadt gibt es mehrere Public-Viewing-Punkte. Neben der offiziellen Fanzone, die vermutlich überfüllt sein wird, gibt es viele andere Plätze wie z. B. Radiokulturhaus, Donaukanal, Donauinsel, Gasometer und sogar WUK.

Was kann man aber an den spielfreien Tagen machen bzw. wenn man sich überhaupt nicht fürs Fußball interessiert?

Einen Sommer ohne Open Air Kinos kann man sich in Wien nicht vorstellen. Auch heuer öffnen wieder mehrere Open Air Kinos, darunter „Kino unter Sternen“ im Augarten und „Kino am Dach“ in der Stadtbücherei Wien. Der Rathausplatz Wien wird vom 12. Juli bis 14. September erneut ein Treffpunkt für Liebhaber klassischer Musik, internationaler Küche und von gratis Filmvorführungen sein.

Strandbar Hermann, Badeschiff, Adria Wien, Summer Stage, Sand in the City, Uni – Campus und viele andere Lokale, bieten die Möglichkeit, heiße Sommerabende vergnüglich im Freien zu verbringen

Sommer im MQ“ bietet bis Ende September für Kulturinteressierte Kunst, Theater, Musik, Tanz, Performance und Literatur.

Vom 11. bis 13. Juli präsentiert sich der Donaukanal als urbane Kulturzone. Dabei kann man Bands wie Herbstrock, Jonas, Goldbaum und Attwenger genießen.

Jazz- Fans kommen vom 27. Juni bis 17. Juli beim Jazz Fest Wien auf ihre Kosten.

Last but not least: Donauinselfest, das größte Open-Air–Festival Europas, das heuer im September (5. bis 7. September) stattfinden wird und bei dem sich jährlich um die drei Millionen Gäste treffen.

So wie es ausschaut, wird es mir im Sommer nicht langweilig in Wien.