
Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich zufällig im Fernsehen einen Bericht über Ingrid Betancourt gesehen. Ihre Lebensgeschichte erinnerte mich an das Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Gabriel Garcia Marquez, dass seit Jahren in einer Ecke meines Bücherregals steht, in der ich Bücher aufbewahre, die ich irgendwann demnächst lesen will. So habe ich mich entschlossen, dass Buch zu lesen.
Nun wurde Ingrid Betancourt, eine kolumbianische Politikerin, die im Jahr 2002 von Guerilleros der FARC verschleppt wurde, befreit.
Ähnlich wie Betancourts Geschichte, geht es in dem Buch „Nachricht von einer Entführung“ von Marquez um ein wahres Geiseldrama in Kolumbien, dessen Verlauf er aufgrund von Aussagen der Überlebenden oder deren Verwandte und Freunde rekonstruiert.
Zwar erzählt Marquez die Geschichte wie eine Reportage, dennoch gelingt es ihm durch seinen guten Schreibstil starke Bilder zu schaffen, welche die Leser berühren, gleichzeitig jedoch beschäftigt er sich auch mit der politischen und rechtlichen Lage und Entwicklung von Kolumbien.
Allerdings gibt es bei diesem Buch keine Spur von seiner „magisch-realistischen Erzählweise, stattdessen konzentriert er sich um die Details der Entführung.
Ich würde euch dieses Buch, das so spannend wie ein Roman geschrieben wurde, wärmstens empfehlen.



Bild: Greenpeace

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