14
Jul
08

Intelligente Bekleidung

Foto: Social

Ich war dieses Wochenende am Neusiedlersee und ich sage euch – der Abend wäre perfekt gewesen, wenn da nicht die lästigen Gelsen gewesen wären. Die Stichstellen jucken heute noch :-( Meine Arbeitskollegin meinte dazu, dass es mittlerweile Bekleidung mit integriertem Insektenschutz gibt. Hä? Warum weiß ich nichts davon? Ich habe mich gleich auf die Suche nach Informationen gemacht.

Es schaut so aus, als würde diese spezielle Kleidung bereits in den Regalen zu finde sein. Die Nachfrage soll groß sein - ich kann mir auch vorstellen, dass dieser tragbare Gelsenschutz bei Reisen in Malariagebieten sehr von Vorteil sein könnte. Aber auch am heimischen Neusiedlersee, bei Dämmerung, sind solche Blusen, Hosen, Jacken und sogar Socken nicht zu verachten. Ich frage mich nur, warum für solche Kleidungsstücke nirgendwo geworben wird? Ich hätte mir sicher einige Stiche am Samstag erspart. Hab herausgefunden, dass z.B. Jack Wolfskin so eine Bekleidung anbietet.

Und da ich schon auf der Suche nach intelligenter Bekleidung war, habe ich ein bisschen weiter recherchiert. Stellt euch vor, es gibt mittlerweile selbstreinigende Textilien! Um diese resistent gegen Verschmutzung zu machen,wird ein Teil der Sommerbekleidung aus Naturfasern – wie Bambus, Soja, Baumwolle und Schafwolle – mit Nanoteilchen behandelt. Der australische Wissenschaftler Walid Daoud, von der Monash University in Melbourne, hat durch die Nanobehandlung von Naturfasern erreicht, dass sich die Kleidungsstücke im Sonnenlicht gewissermaßen selbst reinigen. Nach rund 20 Stunden australischer Sonne waren Rotweinflecken verschwunden. Ist das nicht super?!

Die deutschen Wissenschaftler (Fraunhofer-Institut) haben auch was ganz tolles entwickelt: Ein T-Shirt, das zickzackförmige Leiterbahnen enthält. Bei Dehnung – also beim Atmen – werden elektrische Impulse an externe Messgeräte gesendet – eine Möglichkeit, ohne lästige Zusatzgeräte den Puls zu messen. Der Sender ist so klein und Strom sparend, dass er in der Kleidung nicht stört. Ich würde sagen, ganz was Nützliches und Praktisches, oder?

Ich bin schon gespannt, was uns die Zukunft in diesem Bereich noch alles bringen wird!


7 Antworten zu „Intelligente Bekleidung“


  1. Juli 14, 2008 um 2:18

    selbstreinigende Textilien: nein, danke. Ich wasche meine Wäsche lieber ;)

  2. Juli 14, 2008 um 2:32

    Ja, aber ich kann mir schon vorstellen, dass besonders bei Oberbekleidung wie Mantel, Jacken, usw., die nicht so leicht zu waschen ist (ev. nur spezielle Reinigung) das ganz praktisch sein könnte…

  3. Juli 15, 2008 um 1:00

    Och man muss sich dann mit seinen neuen Mantel zum Waschen in den Regen stellen. Den Durch den Nanoeffekt wir der Dreck abgespült

  4. 4 klohn82
    Juli 16, 2008 um 11:34

    Eigentlich nicht schlecht, sowas!

  5. Juli 18, 2008 um 12:42

    @ Plisse – nee, nicht in den Regen stellen, unter die Sonne !

    @klohn – bin auch der selben Meinung ;-)

  6. 6 Miriam
    Juli 22, 2008 um 5:16

    Das wär dann die Wäsche die man bei Regen aufhängt. So hat man dann gleich eine effiziente Auslasteung des Wäscheständers. Bei Sonnenschein kommt dann die normale Wäsche drauf. Diese schmutzabweisenden Materialen gibt es eh schon länger. Ich kenne sie allerdings nur von Teppichstoffen oder Sofaüberzügen. Gut für Mäntel, Jacken und Anzüge, vielleicht auch für Hochzeitskleider wäre dass auch keine schlechte Idee.

  7. Juli 23, 2008 um 11:17

    @Miriam

    Teppiche oder Sofabezüge? Bist du sicher, dass es bei ihnen auch um Nanotechnologie und Selbstreinigung geht (also, es kann schmutzig werden, die Flecken gehen aber mit Hilfe des Sonnenscheins weg). Weil solche Technologien können nur bei Naturfasern (Bambus, Soja, Baumwolle…) angewendet werden. Ob es auch bei Teppichen/Sofabezügen der Fall ist?


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