05
Mai
08

Visionen des Handy-Erfinders

2007Computex e21Forum-MartinCooper.jpg Foto: Wikipedia

Man mag es kaum glauben, aber das Mobiltelefon feierte dieses Jahr bereits seinen 35. Geburtstag. Es war der heute 79-jährige Martin Cooper, der dem Handy auf die Welt half. Der damalige Motorola-Ingenieur arbeitete gerade an einem tragbaren Gerät für den Polizeifunk, welches fest im Streifenwagen installiert sein sollte, als ihm die Idee für ein gänzlich tragbares System kam. Innerhalb von 6 Wochen wurde ein Prototyp entwickelt. Mit genau diesem Mobiltelefon faszinierte Martin Cooper am 03.April 1973 die New Yorker Bevölkerung. An diesem Tag gelang es ihm, mitten in Manhattan eine Verbindung zum Leiter der Forschungsabteilung von AT&T - der Konkurrenzfirma von Motorola - herzustellen.

Ich las heute ein Interview auf Krone.at, wo Martin Cooper gefragt wurde, ob er mit der heutigen Entwicklung zufrieden sei und was für Visionen er noch hätte. Er antwortete folgendermaßen: “Die Geräte sind viel zu kompliziert und die Entwicklung ist nicht soweit, wie ich vor 35 Jahren prognostizierte”.

“Unser Traum war es, dass eines Tages niemand mehr mit über ein gewöhnliches Telefon telefonieren wird”, erinnert sich Cooper, “Die Idee war es, dass die Telefonnummer einer Teil deiner Selbst wird”. So sollte jeder bei seiner Geburt eine Nummer erhalten.

Was die Zukunft angeht ist der Trend für den Mobiltelefon-Erfinder klar: Handys werden ein Teil des Köpers, angetrieben von der körpereigenen Energie. Nummern sollen durch bloße Gedanken an eine Person gewählt werden. Die derzeitigen Geräte bezeichnet Cooper als zu kompliziert. “Das Handbuch ist dicker und schwerer geworden als das Gerät selbst”, beschwert sich der Handy-Erfinder.

Was ich darüber denke? Wie gut, dass Herr Cooper mit seinen Erwartungen nach wie vor nicht Recht hatte. Telefonnummer bei der Geburt, Handy und Körper sollen eins sein? Nein danke, ich bestimme lieber selbst, wann ich wo für wen erreichbar bin… 


6 Antworten zu “Visionen des Handy-Erfinders”


  1. 1 soulsista23 Mai 5, 2008 um 7:56 Uhr nachmittags

    auf jeden Fall erstaunlich, wie weit der sehen konnte und wie weit sich das auch entwickelt hat. Aber in einem muss ich ihm (zumindets als Klischee einer Frau) zustimmen: ledier istsd viel zu kompliziert! :-) Aber vielleicht werden ja auc mal Frauenhandys konzipiert, ich würd mich freuen - alles mega leicht oder auf ansagen!

  2. 2 klohn82 Mai 6, 2008 um 7:40 Uhr vormittags

    Der Artikel wird immer schräger, je weiter man ihn liest. Auf jeden Fall Happy Birthday Handy!

    “Unser Traum war es, dass eines Tages niemand mehr mit über ein gewöhnliches Telefon telefonieren wird”, das ist ja schon fast Realität bei vielen Leuten in Österreich.

    Aber was er dann noch meint! Ich bin schon sehr froh, dass ich keine Nummer hab bzw. bin, das hat mich schon bei der Stellungskomission genervt ;-). Und Handy als Teil des Körpers? Werden wir dann Cyborgs? Gegen besser verständliche Geräte hätte ich aber natürlich auch nix.

  3. 3 journeyman Mai 14, 2008 um 6:00 Uhr nachmittags

    Dieser Typ ist ein Visionär und ein beängstigender Mensch zugleich! Bereits als eine Nummer geboren zu werden, das lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen! Nein danke, mir reicht es, wenn ich auf der Uni nur eine Nummer bin! ggg ;)

  4. 4 soulsista23 Mai 15, 2008 um 5:01 Uhr nachmittags

    Cyborg sein - kommt drauf an wie? so wie die bei startrekk, die einem immer assimilieren wollen! Passt - wenn das unsere Zukunft ist, man soll alles nehmen wies kommt!
    Aber auf jeden Fal - ein Träumer ist er noch der alte Herr! Mal schaun, was der noch alles so erfindet.

  5. 5 amelie22 Mai 21, 2008 um 1:31 Uhr nachmittags

    Vielleicht Träumer, vielleicht auch nicht. Immerhin hat seine Idee dazu geführt, dass Handys in D,Ö beriets die Anzahl der Menschen übersteigern… So eine Popularität und Entwicklung in nur 35 Jahren!!

    Hier sind noch ein paar interessante Ausschnitte aus seinem Interview:

    “Menschen sind wirklich konservativ”
    Allerdings werden seine visionären Pläne noch sabotiert: “Es liegt nicht wirklich an der Technologie, es liegt an den Menschen. Die sind wirklich konservativ”, beschwert sich der Handy-Erfinder. Einer seiner ersten Handy-Prototypen aus dem Jahr 1973 wog nach drei Monaten Bauzeit beinahe ein Kilo, die Akkuleistung war mit knappen 20 Minuten ebenfalls verbesserungswürdig. Als er damit zum ersten Mal auf der Straße telefonierte, erntete Cooper verblüffte Blicke.

    “Leute dachten, ich sei verrückt”
    Dass sich das drahtlose Telefon dennoch - dank enormer technischer Entwicklungsarbeit - durchgesetzt hat, ist unter anderem Coopers Hartnäckigkeit zu verdanken. “Es war ein wirklich riskantes Unterfangen”, berichtet er über die Handy-Erfindung. “Die Leute dachten, ich sei verrückt weil ich an ein Telefon dachte, das man einfach in die Tasche stecken kann.”

  1. 1 Handy, Körperimplantate, Bluetooth, Herzinfarkt und Lebensrettung « Mein Handy bloggt! Pingback zu 7. Mai 2008 um 8:52 Uhr vormittags

Eine Antwort hinterlassen