
Corporate Volunteering wird übersetzt mit „betriebliche Freiwilligenprogramme“ oder „Förderung des Mitarbeiterengagements“.
Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit für Mitarbeiter, sich im Namen des Unternehmens für soziale Zwecken zu engagieren bzw. auf Unternehmenskosten. Mitarbeiter, die mit Senioren spazieren gehen, Kindergärten renovieren, Kinder ins Theater begleiten usw.
Das Konzept ist in den USA seit bereits fünfzig Jahren bekannt. Nun haben auch deutsche Unternehmen diese Möglichkeit entdeckt. Honda, Henkel und Daimler Chrysler sind einige Unternehmen, die bereits dieses Konzept anwenden.
Was bringt aber Corporate Volunteering einem Unternehmen? Einerseits ist es eine gute PR, denn Unternehmen, die sich für die soziale Umwelt verantwortlich fühlen und soziale Projekte unterstützen oder welche auf die Beine stellen, genießen oft einen guten Ruf. Marketingtechnisch ist es eine gute Werbung, die fast nichts kostet.
Andererseits kann man dadurch Mitarbeiter motivieren bzw. sie an Unternehmen binden. Es hilft auch, eine „Unternehmensidentität“ zu entwickeln, womit sich Mitarbeiter identifizieren können. Sie lernen ihr Unternehmen von einer anderen Seite kennen, schätzen und bringen neue Ideen ins Unternehmen.
Wirtschaftsexperten sind der Meinung, dass Corporate Volunteering aller Beteiligten Vorteile bringt.
Ich persönlich würde gerne bei einem Unternehmen arbeiten, das sozial engagiert ist. Außerdem bin ich auch bereit, solche Unternehmen zu unterstützen, in dem ich explizit Produkte solcher Unternehmen kaufe.
Wie schaut es aber bei euch aus? Wie steht ihr dieser Idee gegenüber?

Hallo, Kati! Das ist ein super Thema, danke! - ganz in deinem Stil, denn wir mittlerweile kennen
Tja, heute gibt es bereits viel Material dazu. Immer mehr Firmen verstehen die Notwenigkeit von Social Corporate Responsibility (SCR) und machen diverse Versuche.
Ich bin aber der Meinung, dass der Mensch dazu nicht trainiert werden soll, sondern das Bewusstsein muss von Innen kommen. Ich weiß, dass viele Konzerne zusammen mit der größten europäischen Business School INSEAD seit Jahren an einem tollen Forschungsprojekt arbeitet. Es geht um (sorry, nur auf Englisch):
“Developing Responsible Managers” and the idea that novel coaching approaches based on introspective and meditative practice appears to be more effective than standard executive education. If one compares these innovative learning methods with standard executive committee training, we find a much larger effectiveness here, without addressing directly on the topic „Corporate Responsibility “. http://microsoftfeedback.blogspot.com/2007/11/microsoft-president-on-response.html
Ich habe auch mal darüber berichtet:
A new study on “Corporate Responsibility” was presented in France last October. The focal point of the academic work was the significant differances between social needs, global enterprises such as Unilever, Microsoft, IBM, Johnson & Johnson or Shell, and shareholders of these Multis.The project was sponsored by the “European 6th program for research and development”. Major task of the study was to find out how the cognitive consciousness of the managers for the problems, which the enterprise in the society or their environment causes, can be strengthened. It concerned particularly the effectiveness from different training programs on the development from social consciousness in the heads of the managers. It turned out that only the introspective approach through deep meditation could affect the consciousness of the managers lastingly. Particularly the following values of the meditating subjects changed: Luck feeling, courage, peace, free ability of decision and an increase of the value „unit with nature “and/or other moral values (between 97 and 99% the participant).
http://1000petals.wordpress.com/2007/10/17/csr-and-meditation-fantastic-results/
Immer bei sich selbst anfangen, heißt es :))
Hi Kati, und erstmal danke für deinen Kommentar auf meinem Blog!
Finden diese sozialen Projekte denn in der Freizeit oder in der Arbeitszeit der Mitarbeiter statt? Wenn die Freizeit knapp ist, ist man tendenziell wohl eher weniger bereit, etwas zu machen, was dann in der öffentlichen Wahrnehmung dem Arbeitgeber zu Gute kommt. Das wär dann fast Gratis-Werbung *g*. So: “Heute muss ich auch noch ins Altersheim und spazieren gehen…”
Das wär so der negative Extremfall, den ich mir vorstellen könnte: Dass man sich irgendwie gezwungen fühlt, etwas zu machen, was man gar nicht will, um im Unternehmen gut da zu stehen.
Andererseits könnte ich mir auch ziemlich positive Fälle vorstellen. Wenn etwa der Arbeitgeber etwas finanziell ermöglicht, was man privat nicht angehen könnte. Da könnte man dann etwa den eigenen Kindern auch Werte darüber vermitteln, wenn man sie mitnimmt.
Hi Katie, my experience at office could also be included in this topic, pls see it: http://radhagarima.wordpress.com/2008/04/17/positive-effects-of-sahaja-meditation/