Foto: Art
Gestern war ich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaftsfaktor Innovation – Wie wichtig ist der Schutz von Erfindungen“ im Österreichischen Patentamt eingeladen.
Bei der Diskussion wurde mehrmals die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft & Forschung betont. Die Nachfrage nach Innovationen ist steigend. Doch wie schaut es mit der Akademikerquote in Österreich aus? Gibt es genügend qualifiziertes Personal?
Laut einer Studie, die vom „Rat für Forschung und Technologieentwicklung“ beauftragt wurde, gibt es in Österreich viele Hindernisse, die ein Studium bzw. eine Karriere als Wissenschaftler erschweren.
Einerseits gibt es in Österreich nicht genügend Möglichkeiten für eine wissenschaftliche Karriere, andererseits ist Österreich kein Hightech-Land. Auch das Bildungssystem, zu dem Kinder von Migranten und aus sozial schwachen Schichten erschwerten Zugang haben, gehört mit zu den Gründen einer niedrigen Akademikerquote in Österreich. Weiters wird in dieser Studie auch erwähnt, dass traditionelle Rollenbilder, Frauen von der wissenschaftlichen Karriere abhalten. Schließlich ist es für eine Frau schwieriger „Beruf und Familie“ unter einem Hut zu bringen, da sie mehr Verantwortung für Familien und Kinder trägt.
Es ist die Aufgabe der Politik, Maßnahmen und langfristige Lösungen zu entwickeln, um dem Akademikermangel entgegen zu wirken.
Wie schaut es aber bei euch aus? Wie attraktiv findet ihr Jobs im Forschungsbereich?



Hmm, naja, wie die Akademikerzahl in Deutschland ausschaut weis ich nicht genau, aber wie war das? Würde man die ganze Weltbevölkerung auf 100 Personen zusammenfassen hätte maximal(!!) einer einen akademischen Abschluss? Spricht doch für sich.
Und zu dem Thema Frauen werden davon abgehalten, ich denke, in der heutigen Zeit ist das veraltet. Ja, es gibt genügend Männer, die sich um alles in der Welt weigern würden daheim bei den Kindern zu bleiben und eine Frau zu haben, die „das Geld anschleppt“, aber mittlerweile gibt es Frauen die ganze Länder regieren, also kann man das (als Frau) schon auch schaffen.
Geringe Akademikerquote halte ich für ein sehr großes Problem, dass aus meiner Sicht in Österreich wenig erkannt wird.
Dazu ein Ausschnit aus dem ORF Beitrag:
„Als „Kern des Problems“ identifiziert Haas die geringe Maturanten- und Akademikerquote in Österreich. Derzeit maturieren rund 40 Prozent eines Altersjahrgangs, eine Quote, die laut Prognosen bis 2025 auf 47 Prozent steigen soll.
Damit würde bei gleich bleibenden Präferenzen der Schüler und gleichen akademischen und ausbildungstechnischen Strukturen die Akademikerquote von derzeit 19,6 auf 22,1 Prozent marginal steigen. Das ist weit unter dem OECD-Durchschnitt und nur halb so viel wie in anderen Ländern.
LINK:
http://www.orf.at/080414-23944/index.html
Als Frau kann man vieles schaffen, genauso viel wie ein Mann, wenn es körperlich machbar ist. Aber als Mutter ist es dann einfach anders, man setzt die Prioritäten einfach anderes, oft nicht ganz bewusst, und öfter auch nicht freiwillig, doch im Zweifelsfall muss man sich als Mutter für das Kind entscheiden, und das unterschreib ich mit ganzem Herzen. Ich sehe es nicht gerade mit großer Freude, dass man für alle vermeintlichen Probleme des Frauenarbeitsmarktes immer gleich an mehr Betreuungseinrichtungen denkt, die Idealfall rund um die Uhr offen haben müssen (etwas übertrieben). Ich denke wenn man sich für ein Kind entscheidet, oder wenn man ungeplant ein Kind bekommt, dann hat dieses Kind einfach die ersten Lebensjahre!!!!!!!! ein Recht!!!!!!! darauf, seine Mutter beisich zu haben, und nicht in Betreuungseinrichtungen abgeschoben zu werden. Das Kind hab ein Recht darauf, rund um die Uhr die Nähe seiner Mutter zu spüren und die Geborgenheit, die damit einhergeht. Einzige Ausnahme wäre für mich, wenn es anders finanziell nicht zum Überleben reicht. Aber diese Szenarien wo die Kinder in der Früh um 6 Uhr geweckt werden und schnell ohne Frühstück im Kindergarten abgegeben werden, damit Mama und Papa Geld verdienen können, um sich immer mehr leisten zu können, weil man ja umso glücklicher wird je mehr man hat, und dann das Kind um 17 Uhr vom Kindergarten abgeholt wird und dann noch max. 1 Stunde mit seinen ausgepowerten, gereizten Eltern verbringt bevor es schlafen gehen muss – sorry, aber ich halte überhaupt nichts von solchen Vorstellungen ein Kind aufzuziehen. Da muss man sich dann nicht wundern, wenn aus den Kindern mal Egoisten werden, die die Eltern, später einfach in ein Pensionistenheim abschieben.