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Fälschungen, Frauen und Technik

Foto: Pao

Interessanter Artikel über Technik-Plagiate auf der Computermesse Cebit hat mir eine Erinnerung über meinen ersten Laptop hervorgeholt. Es war vor ein paar Jahren – ich war jung und neugierig, hatte wenig Ahnung von der Technik und habe von meinen Eltern eine Reise nach China als Geschenk für meine abgeschlossene Matura bekommen. Mit Taschengeld ausgerüstet gings es nach Schanghai. Ich erspare euch die Beschreibung  meiner Freunde bei dem Kauf und meinen Enttäuschung und Tränen knapp 4 Monaten danach – der Zwillignsbruder von Toshiba wollte und konnte einfach nicht länger leben.

China als Fälschungsmarkt - mittlerweile wundert mich diese Erkenntnis nicht mehr, soviel ich weiss werden in China 75% aller Plagiate hergestellt und 50% davon werden auch dort abgesetz. Übrigens, der nächst großter Markt für Fälschungen findet Absatz in Europa.

Ihr fragt euch vielleicht, warum unternimmt die chinesische Regierung nichts dagegen? Sie tut es! Sie schlägt mitunter hart gegen Fälscher zu: die Todesstrafe erwartet schon illegale DVD-Hersteller. Denn Plagiate bedrohen auch den chinesischen Markt selbst!

Plagiate bedrohen auch die Existenz der Original-Hersteller. Denn wenn Discounter einmalig zum Beispiel 500.000 Stück eines kopierten Werkzeugs billig auf den Markt werfen, hat das oft einen extremen Umsatzeinbruch beim Originalhersteller zur Folge. Das schnell wachsende Geschäft mit Plagiaten und Fälschungen verursacht zum Beispiel in Deutschland jedes Jahr einen Schaden von rund 25 Milliarden Euro! Gigantische Zahlen, nicht wahr?!

Nach meiner Laptop-Fälschung-Erfahrung bin ich natürlich vorsichtiger geworden. Ich überlasse Geschäften, sprich den Fachleuten dahinter, die Aufgabe “echt” von “unecht” zu unterscheiden. Ich bin sicher dass die ganzen Media Markt, DiTech, Saturn ihre eigenen Methoden dafür haben und dass Fälschungen in solchen grossen und bekannten Geschäften gar nicht vorkommen.


11 Antworten zu “Fälschungen, Frauen und Technik”


  1. April 7, 2008 um 8:44

    Na super, dass es ssoooooo schlimm sein kann, wußte ich nicht!

    Wenn da vor kurzem ein HP Mitarbeiter kommentiert hat, wäre es cool zu diesem Thema ein paar Kommentare von den oben genanten Saturn, Mediamarkt, oder Ditech Mitarbeitern zu bekommen :) Es gibt sicher Tehcniken, die sie verwenden, selbtst in China eingekauften Teile von Fälschungen zu unterscheiden. Vielleicht hast du ja Glück und bekommst eine “offiziele” Antwort? Oder kann man im Internet nachforschen…

  2. April 8, 2008 um 3:05

    Hey, ein cooles Bild!

    Und der Blog ist nicht schlecht ;) Ist zwar kein Autoblog, aber da gibts immer was Neues. Bis bald!

  3. 3 marlies
    April 8, 2008 um 3:56

    Interessanter Baitrag und ziemlich arg eigentlich auch! Gibts überhaupt irgendwas, was wir als Endverbraucher dann überhaupt tun können? Und noch viel wichtiger: Wie erkennen wir Plagiate und Fälschungen?
    Ich kauf ja meine Computer Sachen ausschließlich bei Fachhändlern, da müsst ich doch relaitv sicher davor sein, oder?

  4. April 8, 2008 um 11:10

    Wie erkennen wir Fälschungen? Gute Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist. Nehmen wir als Beispiel eine Jeans, sagen wir Marke Versace. Wenn man die Marke gut kennt und immer wieder sie kauft, dann wird man schnell ein “Experte”. Man sieht die Echtheit anhand der Nieten, Qualität des Stoffes, etc. So ähnlich sollte es auch mit Technik funktionieren. Es gibt ein paar Stellen wo man nachschauen soll, und schon weiß man ob es sich um eine Fälschung oder Original handelt. Wo liegt dann das Problem? – an dem, dass die meisten Menschen als Leien die Sachen kaufen, und dann kann schon vorkommen dass man “betrogen” wird. Ob man sich im Vorfeld im Internet informieren kann, was das gesuchte Original haben muss?

    Ich denke dass bei Fachhändlern keine Fälschungen zum Verkauf angeboten werden. Immerhin ist es in Österreich verboten und wird auch bestraft.

    Ich frage mich nur, wie konnte es vorkommen, dass auf der größten Computermesse Cebit in Deutschland so viele Fälschungen angeboten wurden?! Wahrscheinlich hat keine mit Kontrolle gerechnet, anders kann ich mir das nicht erklären…

  5. April 9, 2008 um 6:30

    Stimmt, ich kann die Fälschungen bei Markenkleidung ziemlich gut erkennen: genau an Nieten und Stoff – die Markenprodukten fühlen sich anders an. Da ich nichts von der Technik verstehe, werde ich sicherlich kein Computer Original von einer Fälschung unterschieden können.

    Wo sind die Expereten mit Ihren Meinungen??? :) )

  6. 6 soulsista23
    April 9, 2008 um 1:19

    Ist sicher nicht nur in Österreich verboten sind wird auch weltweit geahndet und zwar mit viel Nachdruck, ich hab da mal eine interessante Doku gesehen über die zollfahnder, die ich hauptsächlich mit solchen Plagiaten beschäftigen und man muss ledier auch mal erwähnen: auch der unwissende Kunde / Käufer wird bestraft wenn er etwas mit sich führt, auch wenn es für ihn nach Marke aussah – das zählt nicht und hat wohl auch empfindliche Geldstrafen. Im Auge momentan sher stark: Itlaien, da wird auch direkt am Strand schon verhaftet und es gbit für Touristen eine Strafe bis zu 33.000 Euro! nichts kaufen was unecht aussieht un auch verdächtig vorkommt, es gbit auch gneügend wirklich gute Fachhändler in allen Ländern!

  7. 7 journeyman
    April 9, 2008 um 4:56

    also das es Plagiate auch schon bei Computer gibt, schockiert mich auch jetzt ein wenig! ooomg sag ich da nur! Kleidung, Schuhe, usw war mir schon klar, aber Notebooks kommt mir schon fast utopisch vor! Ich wüsste ja auch nicht, wo man die bei uns bekommen kann! DiTech hat ja seine eigene Marke, die werden sich bestimmt nicht selbere kopieren und von allen anderen wie Saturn und Co. könnt ich auch drauf schwörn(!?), dass das alles Originalmarken sind. weiß nicht, aber es ist schließlich ein teures Gerät und keine gebrannte Film-DVD, die dir der Chinese in der Pizzeria verscherbeln will;)

  8. April 9, 2008 um 8:43

    @journeyman

    jaja, macht euch über mich lustig. Das Problem bei dem Laptop war, dass er nach aussen hin aus Originalteilen bestand, innen – misch-masch aus No-Name Teilen. Und gekauft wurde das schöne Stuck nicht in Pizzeria, sondern in einem grossen Einkaufzentrum in China – wer hätte das gedacht?

    @soulsista23
    ich glaube überall in EU ist Plagiate verbotten. Was Zollfahndar betrifft, denke ich nicht das man für ein T-shirt und ein Paar Schuhe bestrafft wird. Man muss schon eine beachtliche Menge dabei haben, damit Zollfander ev. denkt, dass “Schmugler” an Wiederverkauf interessiert ist.

  9. April 9, 2008 um 8:49

    Ich kann mir bei Handys Fälschungen vorstellen. Und das auch nur in kleinen dunkleren Geschäften am Rande von Wien :-) Somit bin ich mit jorneyman gleicher Meinung – keine Fälschungen bei grossen Geschäften. Hm..Soll ich vielleicht bei manchen vorbei schauen und sie Fragen ob es eventuell möglich wäre und wie sie das überprüfen? Ich fürchte erstaunliche Blicke :-)

  10. April 15, 2008 um 5:05

    Auf ebay tauchten doch auch schon iFones statt iPhones auf, waren auch billige Fälschungen ;-)

  11. 11 Zena
    September 10, 2008 um 5:54

    Es ist unglaublich, dass das immernoch möglich ist.
    Okay, den Markt in China können wir nicht beeinflussen, aber wir importieren es auch noch selber.
    Es wird so viel Marketing á la Geiz ist *** gemacht, da fragt man (oder Frau) sich doch, wie es sein kann, dass da immernoch was dran ist.
    Wir Frauen kaufen schließlich auch ein (sind sogar, laut konsumgoettinnen.de DIE Konsumenten überhaupt), aber solche No Name Plagiate sollten wir nicht mehr in unseren Einkaufskorb wandern lassen.


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