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Gestern habe ich im Radio gehört, dass es in Österreich zu einer Zunahme der Armut gekommen ist, und damit gekoppelt auch zu einer Zunahme an sozialer Isolation. Laut Statistik Austria ist da ein deutlicher Zusammenhang gegeben, nur fragt man sich welches das andere bewirkt. Also anders gefragt, ist die Armut schuld an der sozialen Isolation der Betroffenen oder führt soziale Isolation zu Armut?
Diese Frage hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe beide Szenarien gedanklich durchgespielt.
Szenario 1: Wenn jemand arm ist, im Sinne, dass er nur sehr wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hat, so wenig, dass er sich keine teuren gesellschaftlichen Aktivitäten leisten kann, führt dass dann zu sozialer Isolation?
Ich denke Nein, denn er/sie würde sich mit Personen zusammenschließen, die in einer ähnlichen Lage sind, und man würde sich mit den Mitteln begnügen, die einem zur Verfügung stehen und sich gegenseitig helfen, wo es geht.
Szenario 2: Wenn jemand sozial isoliert ist, in dem Sinne, dass er völlig allein durchs Leben geht, also weder Familie, noch Freunde, noch Bekannte, noch Kollegen hat, führt das dann zu finanzieller Armut?
Nun, die Vorteile eines gut ausgebauten Sozialnetzes, wir können das auch als „soziales Kapital“ bezeichnen, wären sicherlich vielfältig: Vermittlung von Informationen, Dienstleistungen, Jobs, Wohnungen, Vergünstigungen sowie soziale, psychische und finanzielle Hilfestellungen und Erhöhung der Lebensqualität durch mögliche soziale Kontakte und gemeinsame Freizeitgestaltung.
Doch führt ein Fehlen dieses sozialen Kapitals unweigerlich zur finanziellen Armut?
Auch hier, denke ich, muss ich mit Nein antworten, denn es wäre durchaus denkbar, dass jemand wenn er einen gutbezahlten Job hat und die passende Motivation, sich auch alleine durchs Leben schlagen kann, ohne finanziell arm zu sein.
Jedoch muss ich hier ansetzen, und mich fragen, wie jemand einen gutbezahlten Job bekommen kann? Dazu bedarf es wohl einer guten Ausbildung und eines angenehmen Auftretens. Deswegen möchte ich beide Faktoren unter dem Begriff des „Bildungskapitals“ zusammenfassen, da beides gelernt sein will.
Durch meine Überlegungen bin ich zu dem Resultat gekommen, dass weder Armut in soziale Isolation münden muss noch dass soziale Isolation Armut unbedingt mit sich ziehen muss. Vielmehr geht es darum mindestens ein Kapital zu besitzen, um nicht in finanzieller Armut leben zu müssen. Bildungskapital macht in dem Sinn unabhängig von sozialem Kapital, andererseits hätte vorhandenes soziales Kapital die Auswirkungen von fehlendem Bildungskapital abschwächen können, etwa durch Vermittlung von Jobs im Bekanntenkreis usw.
Mein Schluss ist daher, dass es sich bei der Armutszunahme laut Statistik Austria, um Fälle handeln muss, die über keinerlei Kapitalformen verfügen.



Liebe Kati,
leider kann ich dir diesmal nicht ganz zustimmen, vor allem im Punk 1. Ich habe beruflich viel mit armen Menschen bzw. Menschen, die von Armut bedroht sind, zu tun und weiss, dass es für sie schon schwer genug ist, mit dem vorhandenen Geld überhaupt auszukommen, d.h. die Fixkosten zu bezahlen und noch etwas fürs Essen übrig zu haben. Oft geht sich das nicht aus, bzw. wenn dann irgendwelche unerwartete Ausgaben kommen wie z.B. kaputte Waschmaschine oder irgendein Schulausflug vom Kind, wissen sie nicht, woher sie das Geld nehmen sollen. Zum ausgehen bleibt meistens gar nichts, im Gegenteil, die Menschen isolieren sich dann oft aus dem Grund, weil sie nicht einmal eingeladen werden wollen, weil das dann heissen würde, sie müssten im Gegenzug nächstes Mal einladen und dazu haben sie kein Geld. Und zum gegenseitigen Helfen bleibt schon gar nichts mehr übrig, auch wenn der Wille vielleicht da wäre. Insofern glaube ich sehr wohl, dass Armut mit der Zeit zu sozialer Isolation führen kann.
Beim letzten Satz kann ich dir allerdings zustimmen, bei armen Menschen handelt es sich ja oft um Menschen mit schlechter Ausbildung, wenig sozialen und eigentlich fast allen Ressourcen, oft auch um Menschen mit Migrationshintergrund, die nicht gut deutsch sprechen, und auch meistens um kinderreiche Familien. Ausserdem durch wenig finanzielle Mittel können sie sich oft keine gesunde Ernährung leisten und werden auch öfter krank, was wiederum die Arbeitsfähigkeit vermindert. Dies im Zusammenspiel ergibt ziemlich schlechte Karten.
Ich finde also, die Gesellschaft/der Staat/die Politik sollte da dringend was unternehmen, vor allem was die Mittelverteilung angeht, damit diese schreckliche Entwicklung gestoppt werden kann.
hmm, da kann man Schneeflocke auf jeden Fall zustimmen, es ist auf jeden Fall eine Zumutung arm zu sein, die sich viele wohl kaum vorstellen können, aber da kommen so viele Faktoren ins spiel, sicher gibt es auch welche die sozial nicht verarmen, aber eben auch viele die genau das erleben. Vielleicht hängt das auch von der Person im speziellen ab, wie sie mit ihrer Situation umgeht, aber solche Probleme können einen drücken und Isolation letztendlich zu extremere sozialer Armut führen, das kann sich mitunter bedingen, muss aber nicht.
Ach ja, da kann ich hoffentlich an dieser Stelle etwas soziales anbringen, kati, wenn ich darf, oder vielleicht magst du das auch nachrecherchieren: es gibt den Verein „ÖsterREICH hilft ÖsterARM“ – da kann man auch spenden
@ Szenario 1: Man kann sich auch nicht immer mit den Personen zusammenschließen die in der ähnlichen Lage sind – besonders bei Kindern ist diese Freiheit nicht gegeben, bzw. viele Freunde begleiten uns das ganze Leben, und man kann/will sich vor denen nicht abgrenzen nur weil denen finanziell besser geht. Wenn man etwa plötzlich arbeitslos wird, sucht man ja auch nicht automatisch Freunde, die auch Arbeitslosengeld bekommen?! Man unternimmt einfach weniger mit den `wohlhabenderen` Freunden (auch aus den Gründen, welche schon die Schneeflocke genannt hat), was öfters zur sozialen Isolation führt.
Ich denke auch so – wenn man schon immer wenig Geld hatte, dann funktioniert es “sich mit Personen zusammenschließen, die in einer ähnlichen Lage sind”; ansonsten passiert Abrutsch in die Armut unerwartet, mitte des Lebens, aus den Gründen wie Scheidung oder Tod des Partners, Arbeitsunfühigkeit etc. Das alles kann sehr wohl zur sozialen Isolation führen!
Liebe Kati, gerne möchte ich dir zustimmen. Mein eigenes Schicksal bestätigt, dass du Recht hast.
Als ich nach Österreich kam, hatte ich aus privaten Grunden eine sehr miese finanzielle Lage. Noch dazu müsste ich 1.5 Jahre illegal bleiben – d.h. von der guten Arbeit keine Rede. Es gab Tage – und Wochen! – wo ich wirklich ziemlich am Verhungern war…Also wirklich alles Mögliche erlebt. Und das JAHRE LANG.
Doch dank mehreren Faktoren, unter anderem guten Freunden (die ich doch gewinnen könnte) hat mein Leben langsam aber sicher einen richtigen Laufbahn angenommen. Nun arbeite ich in einem rein österreichischen Unternehmen (wo nicht einmal meine Russisch kenntnisse notwendig sind) in einer sehr guten leitenten Position und mir geht es wirklich gut.
natürlich darf ich nicht verschweigen, dass ich in Russland eine höhere Bildung bekommen habe und bereits mit dem abgeschlossenenm Studium in Österreich landete. Torzdem war es sehr hart für mich, hier mein Leben zu etablieren. Aber nichts is unmöglich! Ich glaube, es liegt am meisten an der Person selbst, an der Charakterstärke vielleicht…
Liebe Axinia, da geb ich dir vollkommen recht!
Natürlich spreche ich jetzt nur vom Faktor “fremd sein in einem Land”, aber trotzdem trifft es oft auch in anderen Bereichen zu, wie willensstark eine Person ist und wie sehr sie für das käpft, was sie erreichen will!
Natürlich kommen dann “Kleinigkeiten” dazu, wie Glück/Pech, falsche/echte Freunde und oft kommt es ganz einfach drauf an, zur richtigen zeit am richtigen Ort zu sein. Aber mit einer soliden Ausbildung in der Tasche und einem starken Drang zum Überleben schafft man jede Situation.
Charakterstärke eben, so wie Axinia das ausgedrückt hat! Stärke im Allgemeinen, das benötigt man auf jeden Fall, wenn man etwas erreichen will!
Es gibt vielleicht noch einen anderen Faktor, der noch nicht angesprochen wurde: Intelligenz; Intelligenz wird unter anderem als die Fähigkeit beschrieben, Chancen die sich einem ergeben zu erkennen und dann zum eigenen Vorteil zu nutzen. Ich habe öfter die Erfahrung gemacht, dass arme Menschen nicht alle Chancen nutzen, die sich ihnen bieten würden, selbst dann nicht, wenn man sie ihnen aufzeigt. Ich weiß aber selbst nicht so genau, warum das so ist. Vielleicht eine Art von Hoffnungslosigkeit oder Trägheit, die sich mit der Zeit eingestellt hat, gepaart mit einer Grundeinstellung die in etwa so lautet: “Egal was ich tue, es klappt sowieso nichts!”
liebe kati,
ein sehr interessanter beitrag, mal wieder.
also, muss ich wohl was dazu sagen:
mein eigenes leben bis jetzt, hat mir viel gelehrt, aber auch meine reisen – die mich den menschen näher gebracht haben,die nicht soviel haben wie wir.
meine eltern sind aus slowenien nach österreich gekommen um mir eine bessere bildung bieten zu können. mein vater bekam zwar ein visum für ihn und für mich, aber meine mutter war illegal im land und konnte somit nicht arbeiten. mein vater musste somit doppelt schichten machen um uns über die runden zu kriegen. nach ca. 1,5 jahren bekam meine mama die papiere die gebraucht wurden und so arbeiteten sie beide sehr viel, aber das geld stimmte trotzdem vorn und hinten nicht, denn das leben in österreich ist nun mal teurer. wir konnten alle kein deutsch und so saß ich in der schule ohne ein wort zu verstehen, aber ich kämpfte und nach 5 monaten war es soweit, ich konnte deutsch und schaffte es sogar auf ein gymnasium. zuhause versuchte ich meinen eltern die deutsche grammatik ein wenig näher zu bringen und auch ihr deutsch wurde immer besser. tagsüber arbeiteten sie, und nachts wurde dann deutsch gelernt, also keine zeit für freizeit oder vergnügen.
dennoch sie schickten mich trotz finanziellen engpässen jedes jahr ins ausland, hinaus in die welt, und sie blieben zu hause und arbeiteten wieder, um das minus auf der bank zu decken.
mittlerweile habe ich viele länder gesehen, 6 sprachen erlernt und viele neue freunde around the globe, gewonnen. dafür bin ich dankbar und hoffe dass ich es eines tages meinen eltern wieder zurück geben kann, denn sie haben sich sehr für mich aufgeopfert und waren dabei nie unglücklich, sondern hatten den willen weiter zu kämpfen, was sie bezahlt gemacht hat. beide haben heute sehr gute positionen in ihren unternehmen und geniessen das leben in vollen zügen, ohne geldsorgen zu haben.
um auf das thema zurück zu kommen;)
ich glaube schon dass finanzielle armit zur soz. isolation führen kann, denn jeder ist nun mal verschieden und manche haben die stärke nicht, ihren freunden und der familie zu sagen, dass sie an der armutsgrenze leben und zum schauspieler sind auch nur wenig geboren.
somit sind diese menschen in einer sehr verzwickten lage und ich denke dass wir auch nicht hundert prozentig sagen können was gut oder schlecht ist, denn wir würden in deren lage auch vielleicht ganz anders reagieren als gedacht.
und geld oder wohlhaben ist leider in unserer gesellschaft sehr wichtig…..
….und der rube rollt….nicht….rollt….nicht…
Was mir auch nochmals dazu eingefallen ist: es heisst immer geld mache nicht glücklich! Aber man muss den Satz schon etwas relativieren: Geld per se macht nicht glücklich, aber wer jemals etwas wenig hatte, wem am monatsende bange wurde, der offene Rechnungen hinausschob, der weiß Geld kann einem das Leben in vielen Situationen erleichtern!
Also dass ist schon sehr interessant, was man hier zum lesen bekommt! Die vielen verschiedenen Geschichten, Erlebnisse und Ansichten! Die Individualität lässt keine Festlegung in einer bestimmten Sache zu, man kann nichts definieren oder sagen, dass etwas ist aufgrund etwas anderem! Führt Armut zur sozialen Isolation oder umgekehrt? Kann sein, muss nicht sein, ist so, ist nicht so, …, auf jeden Fall kann man es nicht mit Sicherheit sagen, auch keine Statistiken und Auswertungen!
Ich selbst habe schon einige Seltsame Begegnungen mit dem finanziellen Schicksal anderer Menschen gehabt und werde nach wie vor nicht schlau daraus!
Da gibt es meinen Onkel, der sich alle 2 Jahre wieder einmal meldet. Er ist LKW-Fahrer und hatte keinen Festen Wohnsitz, er hat keine Freunde, keine Bekannten, lebt in höchter Isolation in seinem Truck, geht nicht fort, will sich keinen Kaffee in einem Gasthaus leisten und hat den Kontakt zu allen Familienmitgliedern ausser zu meiner Mutter abgebrochen! Ganz nebenbei wurde er durch diese enormen Sparmaßnahmen Millionär! Seid er seinem einzigen Freund vor vielen Jahren die Freundschaft kündigte, weil dieser ihm die ausgeborgten 100 Schilling nicht zurückgegeben hatte, hat er jegliches Vertrauen zur Menscheit verloren! Jetzt werde ich aus diesem Typen nicht ganz schlau, ausser das möglicherweise jemand ohne jeglichen sozialen Kontakt überleben kann! Ich weiss nicht ob er glücklich ist oder wie er sich selbst von aussen sieht, ich jedenfalls als Aussenstehender kann mit Sicherheit sagen, dass er die Fähigkeit verloren hat, mit anderen Menschen zu kommunizieren.(Das weiss ich spätestens seit seinem letzten Blitzbesuch bei uns)
MMh, er ist also reich und doch sozial arm!
Dann gibt es da diesen wahnsinnig interessanten Überlebenskünstler in meinem Heimatdorf! Er sagt von sich selbst, dass er der “Highlander” und der letzte Mensch auf Erden sei, der schätzt, was man hat! Er ist so arm wie eine Kirchenmaus und schlägt sich mit dem Reparieren von kaputten Fahrradreifen durchs Leben!! Er verbringt eigentlich die ganze Zeit damit, durchs Dorf zu spazieren und mit den Bewohnern ein nettes Gespräch über die Schönheit der Natur zu führen!
Finanziell arm und an sozialer Motivation doch so reich?
Wie gesagt dass sind nur zwei von unzähligen Persönlichkeiten, die mir regelmäßig über den Weg laufen und mich immer wieder daran erinnern, wie schräg das Leben doch sein kann und ich einfach nicht schlau daraus werde!
Weiter oben wurde angeführt, dass Armut oft plötzlich, unerwartet passiert, und dass man deswegen dann in die soziale Isolation schlittert, weil man nicht mehr mit seinen bisherigen Freunden mithalten kann. Doch dazu ist mir die Frage eingefallen: Wer hindert denn einen, zusätzlich Freunde zu suchen, die in einer ähnlichen Lage sind? Das heißt ja nicht, dass man die bisherigen Freunde verliert, sondern einfach nur, dass man seinen Freundeskreis erweitert, um Menschen, die im Moment besser zu den neuen Lebensumständen passen. Wenn sich die Umstände verbessern, hat man dann mehr Lebenserfahrung, und ja – mehr Freunde als bisher.
@Journeyman: Ich mag die zweite Person, von der du erzählt hast. Wenn ich wählen müsste, eines der beiden Leben zu leben, würde ich mich für das Leben dieses Menschen entscheiden, der zwar finanziell nicht viel hat, aber trotzdem so beliebt ist bei den Menschen.
Dazu fällt mir ein, ich habe von einigen ausländischen Frauen (aus unterschiedlichen Ländern) erzählt bekommen, dass sie in ihrer Heimat in sehr ärmlichen Verhältnissen gelebt haben als in Österreich, dass sie drüben aber glücklicher waren. Vielleicht ist es schwierig zu verstehen, aber dieses MITEINANDER am Feld arbeiten, Brot backen, einfach nur zusammensitzen und Tee trinken, … obwohl man nicht viel hat, hat ihnen mehr gegeben, als das finanzielle Mehr was sie hier isoliert genießen. …
Hallo in die Runde! Wirklich tolle Kommentare.
Ich frage mich nur was das für Freunde sind, die man verliert wenn man ärmer wird??? Meine Freunde waren das, die mir – im Gegenteil- aus der Armutsfalle geholfen haben… Kann ich nicht verstehen, ehrlich…
@Miriam
hmm…na weiß ich nicht..so leicht ist es nicht, neue (und “passende”) Freunde zu finden. Es ist klar, dass so was sehr unterschiedlich ist, aber ich denke durchschnittlich dauerts es Monate, bevor Vertrauen und Freundschaft aufgebaut werden kann. Ob man in der Situation dafür Lust und Geduld hat? Ich denke nicht dass “neue Bekanntschaften suchen” ein Rezept für alle ist, bzw. eher selten angewendet wird.
Also aus Erfahrung kann ich schon sagen, dass sich sogar in einem AMS-Kurs einiges an Bekanntschaft ergeben kann, wenn nicht sogar Freundschaft. Hängt natürlich schon davon ab, ob man daran interessiert ist, solche Bekanntschaften/Freundschaften auch nach Beendigung des Kurses weiterzuführen. Wenn es dann im Endeffekt beim Versprechen bleibt, auch weiterhin Kontakt zu halten, aber keiner dann den Schritt zum Telefonhörer tatsächlich macht, dann wird sicherlich nichts draus.
Aber was im Artikel noch angesprochen wurde, ist dass Menschen die durch Armut isoliert sind, dann praktisch kein Kapital haben. Und ich glaube, genau da müsste man ansetzten. Man kann ihnen sicherlich finanzielles Kapital nicht einfach herbeizaubern, aber man kann Bildungskapital aufbauen auf der einen Seite und auf der anderen Seite schauen, warum diese Menschen keinen Kontakt zu anderen haben. Wie in einem Posting oben angeführt wurde, hat es ein Mann, der total mittellos ist, trotzdem geschafft viele Kontakte mit anderen Menschen zu halten. Man müsste daran arbeiten, ihnen Fähigkeiten zu vermitteln, mit deren Hilfe sie soziale Kontakte gründen könnten. Finanzielle Hilfe allein reicht nicht aus, um diese Menschen wieder sozial zu integrieren, damit gibt man ihnen grad genug um zu überleben. Doch sollte Leben nicht viel mehr beinhalten, als zu überleben?
Armut führt zur Einschränkung des Aktionsradius. Damit weniger Kontakte usw. … aber das ist nicht Kern des Problems, je ärmer man wird desto unattraktiver wird man, für die Leute … im Extremfall wenden sich sogar einst sehr gute Bekannt mehr und mehr ab, das ist einfach so ein Urinstinkt der Mensch, die lieben alles Erfolgreiche und den Rest bemitleiden Sie …. Bildung spielt sicher keine Rolle das kann ich als Student sofort unterschreiben …. es zählt nur das monetäre, bitter aber wahr … selbst bei Leuten die glauben die Welt so wertfrei zu beurteilen …